Zu wenig Wissen über Nachhaltigkeit und Natur bei Jugendlichen
25.06.10
Jugendliche wissen nicht genug über die Natur oder nachhaltiges Handeln Bescheid. Das ist das Ergebnis des Jugendreports Natur 2010.
Die Sonne geht im Norden auf, und Hühner legen drei Eier am Tag? Das sind einige Antworten, die Jugendliche in den Fragebögen der Studie angaben. Der Report zeigt, dass nicht nur das Naturverständnis vieler junger Menschen mangelhaft ist, sondern auch ihr Verständnis von nachhaltiger Entwicklung. Für die Studie befragte Dr. Rainer Brämer, Natursoziologe an der Universität Marburg, 3.000 junge Menschen im Alter von 11 bis 15 Jahren.
Handys und Nachhaltigkeit
Nachhaltiges Denken ist bei den Jugendlichen laut der Studie noch nicht ausreichend angekommen. Knapp der Häfte der Befragten fällt ohne Hilfestellung zum Thema Nachhaltigkeit spontan nichts ein. Den Grundgedanke der Nachhaltigkeit "Nur so viel Holz ernten wie nachwächst" erkennen allerdings 65 Prozent. Gleichzeitig ist den Jugendlichen nur teilweise klar, welche Auswirkungen ihr eigenes Handeln hat: Immer das neueste Handy zu besitzen, hat für knapp jeden zweiten Befragten keine schädlichen Auswirkungen auf die Natur. Der immense Rohstoff‐ und Energiebedarf bleibt unerkannt.
Erhaltung der Lebensgrundlagen
"Wir müssen das immer abstrakter werdende Naturbild bei Jugendlichen umkehren. Sonst scheitern wir mit der Zukunftsaufgabe Nachhaltigkeit", so der Leiter der Studie Dr. Rainer Brämer. Der Nachwuchs müsse wieder hautnah erfahren, dass alle Lebensmittel und auch alle Konsumprodukte letztlich aus der Natur kommen. Nur so ließen sich die Lebensgrundlagen auf unserem Planeten langfristig erhalten. Im sechsten Report zum Naturwissen von Jugendlichen seit 1997 haben die Teilnehmer über 150 Fragen zum Naturverständnis beantwortet. Unterstützer des Reports waren der Deutsche Jagdschutz‐Verband (DJV), der information.medien.agrar e.V. (i.m.a.) und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).
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