Wettbewerb: Auf dem Zweirad zum Geschäftstermin
04.03.11
Quelle: B.A.U.M.
© B.A.U.M.Bildende
Am 18. März 2011 findet in Frankfurt am Main der Auftakt für den bis zum 31. August laufenden Wettbewerb „Die fahrradfreundlichsten Arbeitgeber“ statt. Unternehmen erfahren dort, wie sie das Fahrrad in den Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter integrieren können.
Das Fahrrad ist das umweltverträglichste Fortbewegungsmittel überhaupt: Ein Berufspendler, der werktags je fünf Kilometer mit dem Rad zur Arbeit hin und wieder zurück fährt, anstatt das Auto zu benutzen, spart im Jahr etwa 1.000 Kilogramm CO2 ein. So die Berechnungen des Wettbewerb-Veranstalters „Bundesdeutscher Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management“ (B.A.U.M.) e.V., der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt wird.
Fahrradflotten für die Gewinner
Trotzdem aber wird das Fahrrad als Alternative zum Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln von Arbeitgebern noch häufig unterschätzt. Das wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit der Mitarbeiter, sondern auch auf deren Leistungsfähigkeit aus: Laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat (DVR) ist es erwiesen, dass Auto fahrende Pendler häufiger über gesundheitliche Probleme wie Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche und Demotivation am Arbeitsplatz klagen als andere Arbeitnehmer. Eine Lösung für Berufspendler könnte dementsprechend eine Zugfahrt mit bereitstehendem Firmenfahrrad am Ankunftsbahnhof sein. Nur ein innovatives Beispiel dafür, wie Unternehmen den Arbeitsweg umwelt- und gesundheitsfreundlicher gestalten können.
Der Wettbewerb richtet sich insbesondere an Unternehmen, aber auch an Behörden und sonstige Einrichtungen mit mindestens fünf Mitarbeitern, die kreative Konzepte zur Förderung der Fahrradnutzung ihrer Angestellten einreichen. Die Gewinner werden mit hochwertigen Fahrrädern für ihren Betrieb oder einer ganze Fahrradflotte für sechs Wochen ausgezeichnet.
Wachsende Lobby in der Wirtschaft
Mit B.A.U.M. hat das Fahrrad eine große Lobby: Über 500 Mitglieder aus Wirtschaft und Wissenschaft sind in dem Arbeitskreis für Umweltmanagement vereint. Mit dem aktuellen Wettbewerb 2011 wollen die Mitglieder zur Förderung der Fahrradnutzung in Unternehmen beitragen. Ziel von B.A.U.M. ist es, das Fahrrad möglichst für den Arbeitsweg und darüber hinaus auch für Kundentermine und sogar kurze Geschäftsreisen als Transportmittel einzusetzen. In den Unternehmen sollen eigens dafür Fahrrad-Beauftragte eingesetzt werden.
Auch was die Zusammenarbeit mit Kurierdiensten betrifft, so sollen künftig mehr und mehr Fahrradkuriere motorisierte Kurierdienste ablösen.
Vorbildliche Unternehmensbeispiele
Der Wettbewerb wurde erstmals im Frühjahr 2010 ausgelobt. 50 Unternehmen und Einrichtungen bewarben sich im Vorjahr bundesweit für die Auszeichnung. Den 1. Platz bei den Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten belegte die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ) aus Eschborn. Radabstellplätze sowie Spinde und Duschen im Unternehmen sind hier inzwischen selbstverständlich.
Bei den mittelgroßen Firmen hatte die DIaLOGIKa GmbH in Saarbrücken die Nase vorn. Das Softwareunternehmen hält für die Angestellten Dienstfahrräder bereit, die sie auch privat nutzen dürfen.
Bei den Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern überzeugte die Rohloff AG aus Fuldatal die Wettbewerbsjury mit zahlreichen Aktivitäten, die eine regelrechte Begeisterung der Mitarbeiter für das Fahrradfahren ausgelöst haben.
Termine und Auszeichnung
Die kostenfreie Auftakt- und Informationsveranstaltung am 18. März wird in Zusammenarbeit mit dem Frankfurt School Verlag und dem Bund Deutscher Fahrradfahrer ausgerichtet. Die Teilnahme an dem Wettbewerb ist online bis zum 31. August 2011 möglich. Die Auszeichnung der Gewinner erfolgt im Herbst 2011.
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